Fragment 002 aus Krepuskulum 108
Artemisia lächelt
durch die Winterfrau
in die strukturierte Zärtlichkeit
Winterfrau
Die Winterfrau entstand in einer experimentellen Phase der Arbeit mit bildgenerierender KI. Jochen Nistler entwickelte aus dem Versuch eine eigene digitale Bildfigur – den Anfang eines Jahreszeitenzyklus, zu dem später Frühlingsfrau, Sommerfrau und Herbstfrau treten.
Begegnung über ein Bild
Eine wesentliche künstlerische Resonanz ist Michiel Sweerts’ Porträt einer unbekannten Frau. Die Winterfrau übernimmt dieses Bild nicht. Sie führt etwas aus ihm weiter: den unmittelbaren Blick, die stille Würde und die Möglichkeit, einem Menschen im Bild zu begegnen.
Sie gehört keiner historischen Zeit an. Sie ist eine digitale Figur zwischen Erinnerung und Verwandlung – und sie begleitet den entstehenden Zyklus durch das Jahr.
Werkangabe
Jochen Nistler, Winterfrau, digitales Bild unter Einbeziehung bildgenerierender KI, experimentelle Werkphase.
Nachweis
Quellen und Herkunft
Künstlerische Quelle: Jochen Nistlers Fragment 002 „Winterfrau“ aus Krepuskulum 108. Bildresonanz: Michiel Sweerts zugeschrieben, Head of a Woman, um 1654, J. Paul Getty Museum.
Resonanz
Weitere Personenbezüge
Kurator des IfaZJochen NistlerSeine Arbeit verbindet Kunst, Philosophie, lokale Geschichte und publizistisches Erzählen.
Maler der stillen AufmerksamkeitMichiel SweertsMichiel Sweerts malt Würde ohne Kostüm: stille Gesichter, wandernde Körper und ein Licht, das den Menschen nicht ausstellt, sondern erkennt.
Malerin und Resonanzfigur der MenschenwürdeGentileschi ArtemisiaArtemisia Gentileschi begegnet im IfaZ als Malerin, deren Bilder Menschenwürde, Selbstbehauptung und körperliche Klarheit über die Zeiten hinweg sichtbar machen.
