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Nahporträt der fiktiven Café-Gastgeberin Soleil vor dem warm beleuchteten metaphysischen Café

Soleil

Gastgeberin des metaphysischen Cafés

Gastgeberin des metaphysischen Cafés. Soleil hört zu, lässt Unterschiede nebeneinander bestehen und hält den Raum für unwahrscheinliche Begegnungen offen.

Soleil hält den Raum offen

Soleil ist die Gastgeberin des metaphysischen Cafés – wobei Gastgeberin eher eine Haltung als ein Beruf ist. Niemand weiß genau, ob sie das Café gegründet hat oder ob das Café sie hervorgebracht hat. Sie ist einfach da: hinter der Theke, am Fenster, mit einer Tasse, einem offenen Ohr und einem sicheren Gespür für das, was ein Raum gerade braucht.

Sie hört zu, ohne sich die Sorgen der anderen anzueignen. Sie lässt Menschen und Meinungen nebeneinander Platz haben, ohne Sieger und Verlierer. Manchmal bringt sie Tee, manchmal nichts, meistens genau das Richtige. Und wenn nach zu vielen Gesprächen der Mump in der Luft hängt, öffnet sie die Fenster.

Soleil ist eine eigenständige literarische Figur und zugleich mit Bettina Nistler und den wirklichen Gesprächen auf ihrer Terrasse verbunden. Im IfaZ hält sie das Café offen für Gäste aus unterschiedlichen Zeiten: für Physiker, Jesuiten, Dackel und alle, die neugierig genug sind, sich an einen Tisch zu setzen.

Ihre Form der Gastfreundschaft ist leise, hell und bestimmt. Sie löst keine Probleme. Sie schafft den Raum, in dem sie sichtbar werden dürfen.