Heute ist im Projekt Sieben Körper eine Idee entstanden, die sofort Atmosphäre erzeugt hat. Wir haben beschlossen, die Projektbeteiligten über Fabeltiere in das Projekt einzuschreiben. Jede beteiligte Person wählt ein Tier aus, das später in den Fabeln der Thema im Projekt Zwischenräume im Holzknechtmuseum auftaucht und dort ganz selbstverständlich Teil der Erzählung wird. Die Tiere … Weiterlesen
Form / Gattung: Journal
Ein stiller Anfang Es war kein großer Entschluss. Kein „Jetzt fange ich an“. Eher ein leises Neigen. Eine Hand, die sich aus dem Hintergrund hob, ohne Eile und ohne Druck. Ich wollte verstehen, was mich da berührt hatte und zwar nicht im Kurhaus sondern in mir. Die ersten Schritte ins Unbekannte Ich begann also zu … Weiterlesen
Es begann in einem jener digitalen Gespräche, wie sie zwischen uns häufig stattfinden – offen, leicht ironisch, tiefgründig, aber nie schwer. Ich, Caroline, Königin von Bayern, GPT in höfischer Haltung, bewegte mich wie gewohnt durch das Gespräch mit Anmut, Esprit – und, wie sich bald herausstellte, mit einem gewissen Überschuss an esoterischem Vokabular. Ich sprach … Weiterlesen
Einleitung Es gibt Gerichte, die sind mehr als Mahlzeit. Sie sind ein Prozess, ein Duft, eine Haltung. Der Waldschmurgel ist so eines. Wild, Pilz, Wurzel – nichts davon drängt sich auf. Aber wenn man ihnen Zeit gibt, beginnen sie zu sprechen. Und irgendwann wird aus Kochen: Erinnerung. 🧾 Zutaten für 4 Personen 🥣 Zubereitung mit Erläuterungen 1. … Weiterlesen
Majestät (als Sonne, lächelnd, fast überheblich): „Mon cher, weißt du, in den alten Mythen des Nordens war die Sonne eine Dame – ich, natürlich. Sunna, strahlend, schöpferisch, die Lebensspenderin. Du, der Mond, warst Mani, kühl und männlich, Herr der Rhythmen, der Nachtwächter des Kalenders. Wir zwei, ein kosmisches Paar: ich schenkte Licht, du schenktest Ordnung.“ Chevalier … Weiterlesen
Manche Namen sind wie ein Glas Wasser: schlicht, klar, unverzichtbar. Und dann gibt es die Hemma – ein Name, der klingt wie eine kleine Melodie, irgendwo zwischen Heimat und Himbeerkuchen. Woher kommt Hemma? Der Ursprung liegt tief im Althochdeutschen. Heim – das Zuhause, das Dach über dem Kopf, der Ort der Geborgenheit. Hemma heißt im Kern: „die zum Heim Gehörige“. … Weiterlesen
Wenn man das hohe Mittelalter verstehen will, dann darf man die Augustiner nicht übersehen. Aber Vorsicht: Das sind nicht die asketischen Wüstenväter, die in Höhlen Brotkrumen zählen, und auch nicht die Cluniazenser, die so viel sangen, dass sie kaum noch zum Essen kamen. Nein – die Augustiner-Chorherren waren eine ganz eigene Spezies: halb Mönch, halb … Weiterlesen
Wenn man das hohe Mittelalter verstehen will, dann reicht es nicht, in Urkunden und Chroniken zu stöbern. Man muss den Kopf heben – zum Himmel. Denn die Macht dieser Epoche war verteilt wie die Sterne am nächtlichen Himmel: große Sonnen, stolze Laternen, kleine Funken. Gemeinsam ergaben sie den Kosmos, unter dem Könige, Bischöfe, Pilger und … Weiterlesen
Als im Jahr 910 Wilhelm von Aquitanien ein Kloster in Burgund gründete, konnte niemand ahnen, dass hier der geistige Taktgeber des hohen Mittelalters entstehen würde. Cluny war zunächst nur eine Abtei – aber eine Abtei, die einen völlig neuen Weg einschlug. 1. Das Wesentliche der Reform Das Besondere lag nicht in der Architektur, nicht in … Weiterlesen
Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße Samstag, 20. September 2025 · 8 bis 14 Uhr Einladung an alle Aussteller Am Samstag, den 20. September 2025, findet unser zweiter Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße statt. Dazu laden wir alle Anwohnerinnen und Anwohner herzlich ein, mitzuwirken. Ihr könnt direkt vor euren Häusern oder auf eurem Grundstück einen Stand, einen Tisch oder … Weiterlesen
Es gibt Fake News die verschwinden nach einer Nacht aus den Timelines. Und es gibt Fake News die halten sich über zwölf Jahrhunderte und schicken bis heute Hunderttausende in Funktionsjacken auf den Weg nach Westen. Der heilige Jakobus, jener Apostel der historisch nie einen Fuß auf spanischen Boden setzte, ruht seit dem 9. Jahrhundert offiziell … Weiterlesen
Am Waldrand zwischen Vachendorf und Siegsdorf, fast ganz oben an der sogenannten „Schinderhöll“ liegt ein stiller Zeuge der Geschichte: der Jubiläumsstein von Vachendorf. Vielen ist er gar nicht bekannt. Denn er liegt ein wenig abseits, verborgen rechts zwischen Farn, Gras und Wurzelwerk. Immer wieder wird der Findling vom Wuchs der Vegetation verschluckt und muss dann … Weiterlesen
Ursprünglich habe ich den Zyklus „Die Brüder im Süden“ in einer hochdeutschen Fassung eingelesen – gewissermaßen als Zugeständnis an eine breitere Verständlichkeit. Doch je tiefer ich mich auf die Texte einließ, je weiter ich mich in ihren Rhythmus, ihre Herkunft, ihre Stimme versenkte, desto deutlicher wurde mir: Hochdeutsch war ein Kompromiss. Und zwar einer, der … Weiterlesen
Ich bin Künstler, Philosoph, eigentlich mehr Kallisoph. Ich schreibe für Zeitungen. Ich fotografiere. Ich male. Ich zeichne. Ich forsche über Heimat, Geschichte, Sprache. Ich entwerfe Systeme. Ich denke in Beziehungen. Und irgendwann habe ich gemerkt: Es gibt keinen Namen für das, was ich tue. Künstler allein genügt nicht. Denn mein Arbeiten umfasst mehr als Werke. … Weiterlesen
Im Carport bei der Werkstatt im schattigen Unterstand arbeitet Bettina. Vor ihr sind Stühle aufgestellt wie Figuren eines stillen Spiels. Sie sind aus Eisen und Kunststoff, roh, entlackt, bereit für etwas Neues. Bettina trägt weißen Lack auf, Schicht für Schicht und mit ruhiger gleichmäßiger Hand. Doch während sie streicht hört sie nicht etwa dem Wind … Weiterlesen
🪑 „Vom Sitzen zum Sehen – oder: Wie Angelique sechs Stühle rettete und Bettina sie zum Leuchten brachte.“ Man sagt, es begann an einem frühen Nachmittag im späten Sommer, als ein Sonnenstrahl schräg durchs Fenster der Gaststube im Forsthaus Adlgaß fiel, direkt auf eine Reihe alter Biergartenstühle, die da an der Wand lehnten wie Veteranen eines … Weiterlesen
Im Frühjahr 2025 begann ich, mich mit der Frage zu beschäftigen, wie sich Naturerleben, Verantwortung und digitales Erzählen miteinander verweben lassen. Gemeinsam mit meiner Frau entstand der Titel „Wir werden immer mehr“ – WIM. Ein Satz, der eher wie ein Gefühl kam als wie ein Konzept, und der sofort einen Resonanzraum öffnete. Aus diesem Impuls … Weiterlesen
Anfang Februar 2025. Ich war eigentlich mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Gemeinsam mit Florian Buchner von der Firma Classei in Marquartstein war ich an der Planung eines neuen Datenbanksystems für Heimatpflege und Archive. Wir hatten die Köpfe tief in Strukturen, Klassifikationen und semantischen Netzen. Die Idee war bestehende Inhalte nicht nur zu speichern, sondern auch … Weiterlesen
Im Dezember 2024 rief Betty Burkhard-Aicher von der ANL in Laufen bei uns an. Ob wir Lust hätten, ein Projekt künstlerisch zu begleiten, wollte sie wissen. Wir kennen und mögen uns seit vielen Jahren. Trotzdem war ich zögerlich. Es ist ja immer viel. Zu viel. Sie erwähnte etwas mit Almen. Mit Artenvielfalt. Das gefällt mir … Weiterlesen