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Porträt einer unbekannten älteren Frau mit weißem Kopftuch, Michiel Sweerts zugeschrieben, um 1654

Eine unbekannte Frau schaut uns an. Michiel Sweerts malt nicht ein Bild von ihr – er macht Begegnung möglich.

Ausschnitt des Kulturartikels Zwischenräume – Die Sieben Säulen mit Überschrift und zwei Fotografien der Marmorsäulen

Das Traunsteiner Tagblatt würdigt „Zwischenräume – Die Sieben Säulen“ mit einem ausführlichen Beitrag auf der Kulturseite.

Der Schreibtisch des Oisologen

Das Siebenkörperdenken ist weder Weltformel noch Lebenshilfe. Es lädt dazu ein, Wirklichkeit aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und genauer hinzusehen.

Die Rede zur Eröffnung von „Zwischenräume – Die Sieben Säulen“: über Ressourcen, Leben, Kultur, Werte, Verantwortung, Handeln – und den offenen siebten Körper.

Ich bin Artemisia Gentileschi.Tochter, Mutter, Malerin, Mensch.Nicht Ikone. Nicht Opfer.Ich bin kein Symbol. Ich bin keine Zuschreibung.Ich bin. Ihr ruft nach Tagen – Tagen der Frau, der Freiheit, der Sichtbarkeit.Aber ich rufe nicht nach Tagen.Ich rufe nach Würde.Nach jener stillen, unteilbaren Kraft, die jedem Menschen innewohnt.Nicht verliehen, nicht verdient – sondern geboren mit dem ersten … Weiterlesen

Ein Marienkäfer sitzt im goldenen Morgenlicht auf einem Grashalm.

Ein inneres Nicken.
Ein Innehalten.
Ein Schritt, der keine Erklärung braucht.

Fußspuren führen durch feuchten Boden und Gras auf einer Alm.

Verantwortung ist ein Lauschen.
Ein Anerkennen.
Dass nichts folgenlos bleibt.

Die Hände eines älteren Menschen ruhen still auf dem Körper.

Ein Ton.
Ein Geruch.
Ein Gefühl, das bleibt, ohne Beweis.

Dialog: Ich und die Welt

Über das Sein in der Welt

Bayern, ein Land im akustischen Belagerungszustand. Während auf Instagram der Almöhi twerkt und TikTok die bairische Seele in 15 Sekunden zerstückelt, formiert sich stiller Widerstand. Zwei Menschen, ein Mikrofon, kein Mitleid: Die Exploratoren sind unterwegs. Bettina und der Oisologe ziehen seit einem Jahr durch das Voralpenland, nicht zur Erholung sondern zur Rettung. Ihr Auftrag: die … Weiterlesen

Die Tiere brechen auf. Etwas Neues beginnt. Alle ziehen auf eine andere Alm.

Das Birkhuhn ruft die Tiere zusammen. Sie sprechen mit dem Adler und fassen einen Entschluss.

Weidetiere fehlen, ihre Spuren bleiben aus. Das Marderweibchen verlässt seinen Bau. Eine Ahnung vom Verlust der Alm breitet sich aus.

Die Glocken klingen, doch die Herde zieht vorüber.
Die Tiere sind enttäuscht. Die Alm wird nicht mehr beweidet.

Ein schwarz-weißer Holzschnitt zeigt Raufußhuhn, Ringdrossel, Waldmaus und Grashüpfer an einem Brunnen auf der Alm.

Das Birkhuhn begegnet der Ringelnatter, die erschöpft von ihrer Häutung erzählt. Andere Tiere spüren auch Veränderungen.

Detailreiche Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Birkhuhns auf einer Alm mit Hütte, Brunnen und Bergen

Das Birkhuhn erwacht auf der Alm. Es ist hier zuhause und fühlt sich wohl.

Wissenschaft geht spazieren Es gibt Epochen in denen große Ideen in dicken Büchern wohnen. Und dann gibt es Zeiten, da tragen sie Janker und gehen spazieren. Die Mitte des 19. Jahrhunderts in Bayern war so eine Zeit: eine Ära in der die Wissenschaft nicht vom Elfenbeinturm herab sprach, sondern mit wetterfesten Schuhen durch Wiesen und … Weiterlesen

Zärtlichkeit ist keine ZuckerwatteSie ist ein SirupAus Tiefe, Frechheit und Licht

Im Metaphysischen Café erweitert sich das Gespräch, als Vatanen zu Bohr und Schrödinger tritt.

Im Metaphysischen Café vertieft sich das Gespräch zwischen Bohr und Schrödinger.

Im Metaphysischen Café trifft Niels Bohr auf Erwin Schrödinger.

Mann mit Kaffeetasse und Dackel

Im Metaphysischen Café begegnen sich Soleil und Niels Bohr in einem Raum jenseits von Zweck und Ursache.

Abstrakte Darstellung quantenphysikalischer Beziehungen mit Energieformen und Zustandsübergängen im Raum

Als ich mich mit den Sieben Körpern beschäftigt habe, da bin ich irgendwann halt auch der Quantenphysik begegnet. Sie stand plötzlich in der Küche meines Denkens. Bum. Ich habe gemerkt: Das ist kein Rezept, das man einmal liest und dann sitzt es. Das ist eher ein Teig. Quantenphysik beschreibt die Welt der allerkleinsten Dinge. Atome, … Weiterlesen

Il Gesu italiano

L01 Io sono Il Gesù.L02 Sto in piedi da secoli.L03 Sono costruito di luce, di determinazione, di ardore interiore.L04 Non sono un monumento.L05 Non sono un luogo per turisti.L06 Sono una voce.L07 E parlo:L08 Adesso.L09 A voi.L10 Sono nato in un tempo di sconvolgimento.L11 Quando molte cose crollavano, non mi hanno costruito per conservare o … Weiterlesen

Eine Frau hält ein Smartphone vor einem leuchtenden, strukturierten Raum; die Bewegung führt vom Körper über das Gerät in die Tiefe der Architektur.

L01 I am Il Gesù.L02 I have stood for centuries.L03 I am made of light, determination, and spiritual glow.L04 I am not a monument.L05 I am not a place for tourists.L06 I am a voice.L07 And I speak:L08 Now.L09 To you.L10 I was born in a time of upheaval.L11 When much crumbled, I was not … Weiterlesen

Heute ist im Projekt Sieben Körper eine Idee entstanden, die sofort Atmosphäre erzeugt hat. Wir haben beschlossen, die Projektbeteiligten über Fabeltiere in das Projekt einzuschreiben. Jede beteiligte Person wählt ein Tier aus, das später in den Fabeln der Thema im Projekt Zwischenräume im Holzknechtmuseum auftaucht und dort ganz selbstverständlich Teil der Erzählung wird. Die Tiere … Weiterlesen

Person arbeitet konzentriert am Schreibtisch mit Laptop und Kopfhörern um den Hals

Ein Ort an dem sichtbar wird, wie wir mit der Welt verbunden sind und zwar nicht abstrakt, sondern ganz konkret: durch Landschaft, Geschichte, Verantwortung. Für mich ist diese Installation mehr als ein Ausstellungsstück. Sie ist ein Denkraum. Zwischenräume stehen für ein neues Denken. Ein Denken in Beziehungen. Ein Denken, das sich nicht löst, weder von … Weiterlesen

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira betrachtet Blickrichtung und Bewegung bei Artemisia Gentileschi und Bernini.

Gemälde von Artemisia Gentileschi (1610): Die junge Susanna wendet sich ab, während zwei ältere Männer bedrängend über ihr stehen.

Susanna und die Ältesten im Licht der Sieben Körper

Die Standorte der Säulen wurden heute gemeinsam mit Mani und Pascal festgelegt.

Die früheste umfassende griechische Übersetzung der hebräischen Bibel, entstanden zwischen dem 3. und 1. Jahrhundert v. Chr. in Alexandria.

I. Der Weg nach Alexandria Die Hitze flirrte schon am frühen Morgen über den Steinen von Askalon. In den Felsschatten duftete es nach Salbei und der Staub klebte wie Brotkrumen an den Sandalen. Elieser, der Sohn des Jirmejahu ging Schritt für Schritt, den Blick gesenkt, die Sinne weit. Der Ranzen auf seinem Rücken war nicht … Weiterlesen

Madonna, die ihr Kind liebevoll an die Brust nimmt; zärtliche Szene in warmen Farben, gemalt von Artemisia Gentileschi um 1609.

Dieses Gemälde von Artemisia Gentileschi hält einen der zärtlichsten Augenblicke fest, die man sich vorstellen kann: eine junge Mutter, die ihr Kind an die Brust nimmt und es ist ein Kind, das mit kleinen, tastenden Fingern das Gesicht seiner Mutter berührt. Es ist ein sehr intimes Bild, voller Wärme, voller Nähe und Zärtlichkeit. Die Madonna … Weiterlesen

Maler des Lichts im Dunkel. Rebell, Flüchtling, Erneuerer. Caravaggio brachte das Heilige zurück auf die Straße – und machte aus Leinwand Beichte.

Eine alte mechanische Schreibmaschine, in die ein modernes USB-Kabel hineingesteckt wird – ein absurdes Bild für den Versuch, analoge Systeme an die digitale Welt anzuschließen.

Wir denken darüber nach, wie eine Gesellschaft aussieht,
wenn der Staat nicht mehr auf die globale Wirklichkeit antworten kann
und Verantwortung deshalb in den Nahraum, zu den Menschen und in neue Wege zurückkehrt.

Die Tür des Gymnasiums schloss sich hinter ihnen mit einem vertrauten, schweren Geräusch – ein leiser Triumph nach der letzten Stunde am Freitag. Die Woche lag hinter ihnen und das Wochenende war schulfrei. Komplett. So hatten sie es vereinbart. Keine Korrekturen, keine …

Der Duft kam zuerst. Noch bevor sie den Stand überhaupt sahen, bevor die pastellfarbenen Fassaden des Stadtplatzes ins Blickfeld rückten, war er schon da: ein warmer, leicht säuerlicher Atem von frisch gebackenem Brot – durchzogen von etwas Nussigem, vielleicht Dinkel, vielleicht Roggen, …

Sie gingen nur ein paar Schritte weiter – aber etwas veränderte sich. Die Luft war noch dieselbe, und doch schien sie sich zu kräuseln, wie ein Vorhang, der sich hebt. „Also, wenn sie mir heute wieder Rosmarin in den Strauß steckt, nur …

Sie bogen um die Ecke beim Brunnen und da war er schon: Der Stand des Knigglbauern. Wenn man das überhaupt als Stand bezeichnen wollte. Eher ein archaisches Arrangement aus Kisten, Brettern und grob gezimmerten Auflagen, die ein bisschen so wirkten, als hätte …

Der Eier- und Nudelstand lag wie eine ruhige Bucht mitten im wogenden Menschengetümmel des Marktes. Zwischen verlockendem Brotgeruch, lautem Gemüserufen und flatternden Stoffdächern wirkte er auf die beiden wie ein einladender Ruhepol: aufgeräumt, warm, entspannend. Die Kisten standen sauber gestapelt, die Eier …

Der kleine Tisch unter der gestreiften Markise im italienischen Eiscafe stand schon für sie bereit – zweite Reihe links, mit Blick auf den Brunnen. Es war ihr Stammplatz. Jeden Freitag beim Marktbesuch kehrten Karin und Martin hier ein, um das bisher Erlebte …

Martin ließ das Café hinter sich, die Sonne legte ihm einen hellen Streifen auf die Schulter. Er hörte noch, wie Mira drinnen laut „Sorry!“ rief, gefolgt vom Klirren einer Kaffeetasse. Er lächelte. „Wenigstens eine, der heute ganz in ihrem Element ist“, murmelte …

Karin spürte sofort, dass sich etwas verändert hatte. Noch bevor sie den Fischstand sah, lag eine andere Spannung in der Luft – wie ein kaum hörbarer Ton, den man mehr im Bauch spürt als im Ohr. Sie trat einen Schritt vor, blieb …

Sie hatten es oft angedeutet. Manchmal im Scherz, manchmal mit einem Hauch von Ironie. Aber heute meinten sie es ernst. Kein Ausweichen, kein hastiges Vorübergehen. Heute war der Tag, an dem sie sich dem Metzgersortiment des Sepp Oplant stellen wollten. Oder besser …

Sie kamen um die letzte Ecke des Marktes, vorbei an einem kleinen, verlassenen Honigwagen, und sahen ihn schon von Weitem. Der Käsestand war kein Stand wie die anderen. Es war – das spürte man sofort – eine Ordnung, die sich nicht aus …

Der Flur war ein einziger Widerhall aus Stimmen, Bewegung und Jackenrascheln. Schüler quollen aus den Klassenzimmern, einige riefen sich noch Hausaufgaben zu, andere rempelten sich im Spaß. Zwei Neuntklässler rutschten strumpfsockig mit Anlauf über die Fliesen, eine Lehrerin aus der Unterstufe rief …

Der Gong der fünften Stunde vibrierte noch durch den Flur, als Martin Schollmoser mit einem sanften Plopp den Griff seiner Thermosflasche zurückschnappen ließ. Er trat ins Lehrerzimmer, wie man einen Raum betritt, den man kennt – aber immer noch mit einer gewissen …

Mitten in Münchens Fußgängerzone tritt St. Michael wie ein barockes Manifest auf: jesuitische Raumregie, Gegenreformation und der Auftakt zu Bayerns großer Kunst des überwältigenden Glaubens.

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira begegnet Caravaggios Chiaroscuro und findet dafür ihr eigenes Wort: Schattenleuchten.

Spiel von Licht und Schatten in der Kunst; ein Verfahren, das Formen durch starke Hell-Dunkel-Kontraste sichtbar macht und ihnen Tiefe verleiht.

Drei Frauen beim Gunkeln in der Künstlerwerkstatt Bergen – gemeinsames Handarbeiten in gemütlicher Runde

Einmal im Monat öffnet Angelika Gimpl ihre Künstlerwerkstatt in Bergen zum gemeinsamen Handarbeiten, Ratschen und Dasein.

Die sieben Perlen sind entstanden, als ich mit dem Modell der sieben Körper experimentierte, einen Farbcode dafür suchte, Angelika traf und sie anbot, diese Farben als echte, farbige Perlen umzusetzen – so wuchsen die Perlen passend zu den sechs Körpern und dem offenen siebten Raum. Projekt Sieben Perlen

Wenn draußen der Föhnsturm über die Dächer fährt und die Nebel schwer auf Wiesen und Wald drücken, dann beginnt im Chiemgau eine andere Zeitrechnung: die der langen Abende, der feuchten Schuhe an der Tür, der dampfenden Töpfe auf dem Herd – und früher auch: die Zeit des Gunkelns.

Kunsthistoriker lieben es die Welt in Epochen zu zerlegen. Sie nennen es „stilistische Entwicklung“, meinen aber in Wahrheit ein verzweifeltes Ringen mit der Überfülle der Wirklichkeit. Besonders der Barock, dieses ornamentale Kraftpaket zwischen Renaissance und Aufklärung, treibt sie zur Einteilung wie ein üppiger Obstkorb, den man ordnen will indem man die Trauben von den Feigen … Weiterlesen

Barockes Ölgemälde mit dramatischer Lichtführung, goldenen Ornamenten und europäischen Architekturelementen

Es ist eine der zuverlässigsten Marotten der Kunstgeschichte große Epochen kleinzureden indem man sie in handliche Portionen zerteilt.

🜸 Projektbeschreibung für das Barockmuseum Waging Ein Projekt im Siebenkörper-Modell – umgesetzt als Daumenkino (Arbeitstitel: „BAROCK – Sechs Stationen einer Epoche“) Idee Das Projekt „Barock – Sechs Stationen einer Epoche“ lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, den Barock nicht als historische Epoche, sondern als Erfahrung zu entdecken. Nicht mit Schautafeln oder langen Texten, sondern in … Weiterlesen

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira denkt über Salome Alt und Wolf Dietrich von Raitenau nach – und darüber, ob Liebe eine Kirche sein kann.

Digital erstelltes Porträt der historischen Figur Salome Alt, modern interpretiert in zeitgenössischem Stil, mit offenen Haaren und Kleidung des 21. Jahrhunderts, im Stil eines Ölbildes

Salome Alt – Eine Frau zwischen Macht und Moral Ein Porträt aus dem Salzburg des frühen 17. Jahrhunderts Wenn wir heute auf das Leben der Salome Alt (1568–1633) blicken, sehen wir nicht nur eine Geliebte eines mächtigen Mannes, sondern eine Frau, die in einer Zeit strenger gesellschaftlicher Schranken einen eigenen, ungewöhnlichen Lebensweg ging. Sie war … Weiterlesen

Barroco – Eine schiefe Perle? Daumenkino – Ein kurzer Rundgang durch den Barock Die Ersten Sieben – interaktiver Raum Farnese – Hörbild Il Gesù 2.0 – interaktives Kunstprojekt Das Grüne Buch – Eine Annäherung im Rahmen einer polyphonen Erzählung Salome – Entwurf eines Monologs 12 Große und deren Abdrücke im Chiemgau – Entwurf eines Vortrags

Unregelmäßig geformte barocke Perle auf dunklem Hintergrund mit schimmernder Oberfläche.

Es gibt Wörter, die tragen ein Missverständnis in sich, als wäre es ein Schmuckstück. „Barock“ ist eines davon. Seit Jahrhunderten wird das Wort mit einer Selbstverständlichkeit verwendet, als sei sein Ursprung so festgefügt wie eine Säule Berninis. Doch unter der glänzenden Oberfläche ruht eine kleine sprachliche Unregelmäßigkeit: eine Perle, die nicht ganz rund ist. Das … Weiterlesen

Wilhelm IV. (reg. 1508–1550) Wilhelm IV. war kein Mann des Glanzes. Er war ein Mann des Gewichts. Kein Tänzer auf höfischen Festen sondern eher ein Schachspieler auf dem Feld europäischer Glaubenskonflikte. Er lebte in einer Zeit in der sich der Kontinent zwischen Himmel und Hölle neu aufteilte – nach theologischen Linien. Während Luther auf der … Weiterlesen

5.1 Die Reise Der Morgen war klar. Die Kutsche stand bereit. Nur ein Blick, ein Griff an den Mantel, ein Schritt über die Schwelle. Farnese verließ Rom. Die Entscheidung war ruhig gefallen. Der Weg führte ihn nordwärts in eine Stadt deren Namen …

4.1 – Die Weihe Die Sonne stand noch tief und doch war der Tag bereits erwacht. Ein feiner Dunst lag über der Stadt. Farnese stieg aus der Kutsche. Die Stufen lagen breit vor ihm und der Eingang der Kirche lag offen da. …

3.1 – Der Entschluss Die Nacht war ruhig. Das Dunkel hatte keine Bilder mitgebracht aber auch keine Zweifel. Etwas Tieferes brachte die Nacht: eine Schicht aus Gewissheit, die sich in seinem Körper ausgebreitet hatte wie eine zweite Haut. Farnese hatte lange wach …

2.1 Die Stadt Rom lag ausgebreitet wie ein Text, der nur von innen gelesen werden konnte. Nicht von oben, nicht mit Feder, nicht mit einem Wappen auf dem Siegellack sondern zu Fuß. Also ging Farnese. Er war früh aufgebrochen. Noch war der …

1.1 Raum und Moment Der Raum schloss sich um die Szene wie ein Rahmen sich um ein Gemälde schliesst. Hohe Mauern trugen Fresken mit goldenen Rändern. Teppiche bedeckten den Steinboden, zeigten Triumphzüge, Palmwedel, römische Adler und Engel mit offenen Händen. Die Decke …

Am Westhang von Montmartre richtet François Xavier den Blick in die Ferne – auf das, was noch keinen Namen hat.

Eine schlaflose Nacht in Paris, in der Eigensinn, Glut und Zweifel keinen Frieden geben.

Zwei Gefährten auf den Pariser Straßen, zwischen Feuer und Ordnung, Wagnis und zukünftiger Macht.

KI-generierte historische Interpretation des jungen Pierre Favre im metaphysischen Café, um 1534

Im metaphysischen Café setzt sich Pierre Favre schweigend an den Tisch. Zwischen Kaffee, Licht und einem Gebet öffnet sich für einen Augenblick das Jetzt von Montmartre.

In der frühen Bibliothek begegnet Salmerón den Büchern, den Fragen und der Unruhe des Denkens.

Eine Begegnung mit Ignatius im Augenblick zwischen Stille, Entschluss und beginnender Bewegung.

Sieben Männer, ein gemeinsames Gelübde und ein Weg, dessen Ziel noch niemand kennt.

Il Gesù hat eine Stimme.Aber sie klingt erst wenn du sprichst. Dieses Projekt lebt davon, dass Menschen dem Text ihre Stimme leihen.Nicht perfekt. Nicht geschult.Nur echt. Du brauchst dafür kein Studio, keine Bühne, kein Lampenfieber.Nur ein paar Minuten Zeit. Und deine Stimme. 1. Wähle deinen Abschnitt 📄 Lade dir den Text herunter:👉 Text als PDF👉 Text … Weiterlesen

Es war ein ungewöhnlich stiller Nachmittag im IfaZ. Die Luft schien dichter als sonst. Es war fast so als hätte sie etwas vor, die Luft. Die Zeit floss nicht sondern zuerst dehnte sie sich und dann begann sie zu pulsieren. Jemand hatte eine Kerze angezündet obwohl es taghell war. Und irgendjemand – man weiß bis … Weiterlesen

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira begegnet Ignatius, den Jesuiten und den Exerzitien als einer Übung im Dazwischen.

(WhatsApp-Nachricht von Wolfgang – Allerheiligen 2025- leicht bearbeitet) Meine Mutter erinnert sich noch an vieles. Ihr Onkel – der Vater von Josef – hieß Thomas. Er hatte einige Eigenheiten. Eine davon war lebenswichtig: Wegen des Krieges versteckte er sich mit seiner Familie in den Bergen. Alle überlebten. Vielleicht war es diese existenzielle Erfahrung die später … Weiterlesen

Gruppe flämischer und niederländischer Maler des 17. Jahrhunderts in Rom die das einfache Leben des Volkes mit barocker Genauigkeit und liebevoller Ironie darstellten

Charakterstudien in der Malerei. Kein Porträt eines bestimmten Menschen sondern eine Erkundung von Ausdruck, Stimmung und Typus.

Lyko ist ein junger Zwetschgenbaum.Er steht in unserem Garten.Aber er kommt von weit her. Sein Weg begann in Weidenthal heute Brebu Nou,einem kleinen Ort in den Bergen des Banats, Rumänien.Dorthin fuhr Josef,der Cousin von Katharina,um einen besonderen Zwetschgenbaum mitzubringen. Katharina ist die Mutter von Wolfgang,einem sehr guten Freund von uns.Musikerkollege, Künstlerfreund,und ein Mensch mit offenem Herzen. Josef lebte in Kirchweidach.Er sagte damals:„Der Wolfgang … Weiterlesen

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira denkt am Tüttensee über Perspektive, Raum und Illusion im Barock nach.

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira denkt auf der Rückfahrt aus Salzburg über Macht, Prunk und die Verantwortung der Schönheit nach.

Das Grüne Buch ist ein fortlaufendes Online-Projekt über den Barock – geschrieben von Mira, einer künstlichen Autorin. Kapitel für Kapitel erforscht sie Klang, Bewegung und Glanz dieser Epoche. Entstanden aus der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, wächst ein lebendes Buch im Netz: poetisch, denkend, offen – ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira hört zum ersten Mal Johann Sebastian Bach.

Barockes Ölgemälde mit dramatischer Lichtführung, goldenen Ornamenten und europäischen Architekturelementen

Ein stiller Anfang Es war kein großer Entschluss. Kein „Jetzt fange ich an“. Eher ein leises Neigen. Eine Hand, die sich aus dem Hintergrund hob, ohne Eile und ohne Druck. Ich wollte verstehen, was mich da berührt hatte und zwar nicht im Kurhaus sondern in mir. Die ersten Schritte ins Unbekannte Ich begann also zu … Weiterlesen

Bevor der Vorhang aufgeht: Trient, das Konzil des Barock Noch bevor der Barock durch Rom marschierte, bevor Bienen über Wappen schwirrten und bevor Engel in Kuppeln kreisten war da ein Konzil. Keine glanzvolle Inszenierung sondern ein langer und mühsamer Prozess, gezeichnet von theologischen Spannungen, politischen Interessen und der ernsten Frage: Wie kann Kirche bleiben was … Weiterlesen

Barocker Spiegel mit Selbstporträt, aufgenommen im Barockmuseum im Kurhaus Waging

Nuage du Miroir ⋯ Ich sah hinein – und wurde Teil des Rahmens. Letzten Samstag war ich beim Heimatforscher-Treffen in Waging am See eingeladen. Ich war dort in meiner Rolle als Schreibender und als Beobachter. Im Mittelpunkt stand nicht das Museum, sondern der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, also Vorträge, Gespräche, insgesamt ein dichtes Programm. … Weiterlesen

Eine Form des Erzählens, die aus dem Zusammenspiel mehrerer eigenständiger Stimmen entsteht. Nicht als Technik, sondern als Haltung gedacht

Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette.

Mira blättert zum ersten Mal im Grünen Buch, das sie auf dem Flohmarkt für vier Euro gekauft hat.

Der Barock ist keine Epoche sondern er ist eine Bewegung. Ein Strom der durch Europa fließt, geboren im glühenden Herz der Gegenreformation und getragen von der Sehnsucht, den Glauben sichtbar zu machen. Er ist die Sprache der Fülle, der Überzeugung, der Verkörperung des Unsichtbaren. Sein Weg beginnt im Süden: in Rom wo Stein zu Licht … Weiterlesen