Eine Architektur aus Stimmen
Il Gesù 2.0 ist ein generatives Audiowerk aus 81 nummerierten Textfragmenten. Verschiedene Menschen sprechen einzelne oder mehrere dieser Fragmente. Beim Hören setzt eine digitale Engine für jede Position eine vorhandene Stimme ein.
Der Text bleibt als Grundriss bestehen. Stimmen, Sprachen, Atem, Pausen und Zufall verändern jedoch den Weg durch das Werk. So entsteht bei jedem Durchlauf eine neue Fassung – und keine davon lässt sich genau wiederholen.
Hören heißt teilnehmen
Jede Stimme verändert das Ganze, ohne den gemeinsamen Text aufzulösen. Eine vollständige Einsprechung ist dafür nicht nötig: Schon ein einziges Fragment kann ein eigenständiger Teil der Klangarchitektur werden.
Das Werk untersucht, wie Wahrnehmung, innere Bewegung und Verantwortung entstehen. Es folgt dabei einem einfachen Gedanken: Verantwortung wird nicht auferlegt. Sie beginnt dort, wo wir wahrnehmen, dass unsere eigene Stimme das Ganze verändert.