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Oisologisches Wörterbuch

Ein Tor zu den Begriffen

Hier sammelt der Oisologe Begriffe, die beim Denken und Arbeiten entstehen. Manche sind erfunden, andere vorgefunden und neu betrachtet. Das Wörterbuch bleibt offen und wächst mit der Arbeit.

Die Einträge sind alphabetisch geordnet. Jeder Begriff öffnet eine eigene Seite und führt von dort zum vorherigen oder nächsten Gedanken weiter.

Die Begriffe

Bamboccianti

Gruppe flämischer und niederländischer Maler des 17. Jahrhunderts in Rom die das einfache Leben des Volkes mit barocker Genauigkeit und liebevoller Ironie darstellten

Chiaroscuro

Spiel von Licht und Schatten in der Kunst; ein Verfahren, das Formen durch starke Hell-Dunkel-Kontraste sichtbar macht und ihnen Tiefe verleiht.

Kallisophie*

Die bewusste Zuwendung zum Schönen – im Denken, im Tun und im Leben. Eine Haltung, kein Konzept

Nuage

Kurzer poetischer Gedankensatz – leicht, schwebend, präzise formuliert. Kein Abschluss, sondern ein Öffner

Oisologie

Die Kunst sich neugierig und spielerisch jedem Thema zu nähern ohne sich auf ein Fachgebiet festzulegen. Wer oisologisch denkt interessiert sich für alles, wohl wissend, dass niemand alles wissen kann

Polyphone Erzählung

Eine Form des Erzählens, die aus dem Zusammenspiel mehrerer eigenständiger Stimmen entsteht. Nicht als Technik, sondern als Haltung gedacht

Prokrastination

Fähigkeit, etwas Wichtiges aufzuschieben ohne dabei untätig zu sein. Kein Zeichen von Faulheit sondern Ausdruck einer klugen inneren Dynamik

Retirade, sich retirieren

Ein höflicher Rückzug. Körperlich, geistig oder gesellschaftlich. Kein Fluchtversuch sondern eine Geste der Selbstwahrung

Septuaginta

Die früheste umfassende griechische Übersetzung der hebräischen Bibel, entstanden zwischen dem 3. und 1. Jahrhundert v. Chr. in Alexandria.

Tronies

Charakterstudien in der Malerei. Kein Porträt eines bestimmten Menschen sondern eine Erkundung von Ausdruck, Stimmung und Typus.

Zwischenkraft

Eine Beziehungskraft, die Gegensätze lebendig hält und Zwischenräume fruchtbar macht. Sie wirkt nicht in Dingen – sondern zwischen ihnen